Das Magazin von Finde Academic

News

Info-Veranstaltung: Medizin international studieren

Info-Tage zum "Auslandsstudium Medizin" finden regelmäßig in der Klinik Eilbek, Lehrkrankenhaus der Uni Hamburg, statt. Der nächste Termin ist der 25. November 2017 von 12 bis 15 Uhr. Veranstalter ist die Studienagentur Finde Academic. Mehr Infos hier 

Public Health Management

An der renommiertesten Medizin-Hochschule Lettlands, der Rīga Stradiņš University, Master of Public Health Management studieren und im September 2017 starten. Bewerbungsfrist April bis Juli: www.rsu.lv/eng

Internationaler Doppelabschluss

Im September 2017 beginnen internationale Bachelorprogamme mit Doppelabschluss in Tourismus oder Business Administration, Studienorte sind Lettland und Schottland, Frankreich oder Spanien, durchgeführt von der Turiba University in Riga: www.turiba.lv/en

Management Master in Ungarn

In 1 Jahr zum Master of Science in Marketing Management, Financial Management, Human Resource Management oder International Business. Die IBS Budapest bietet Masterstudiengänge auch für fachfremde Bachelor-Bewerber. Der Abschluss wird gemeinsam mit der University of Buckingham vergeben. Mehr Information: www.wirtschaftsstudium-in-budapest.de

 

Studienfinanzierung fürs Ausland (1)

Auslands-BaföG und Bildungskredit

Verglichen mit deutschen Semestergebühren sind die Studiengebühren an ausländischen Universitäten hoch. Zwei Bausteine für eine mögliche Finanzierung sind das Auslands-BAföG und der Bildungskredit.

Die amerikanischen Elite-Schmieden Harvard, Princeton oder Yale warten mit Gebühren von bis zu 40.000 Dollar pro Studienjahr auf. Aber auch in Europa finden sich kostenintensive Hochschulen. Für Bachelor-Programme in Großbritannien fallen pro Studienjahr meist knapp 9.000 Pfund an, also 12.000 Euro, für Master-Programme bis zu 30.000 Euro. Die medizinischen Studiengänge in Nord- und Osteuropa schlagen meist mit knapp 10.000 Euro pro Jahr zu Buche.

Medizinstudienplätze sind die teuersten Studienplätze im Fächerkanon, um eine individuelle Betreuung und der Unterricht an Lehrkrankenhäusern zu gewährleisten. Dicht dahinter: Wirtschaft und Jura.

Darlehen oder Stipendium?

Ob Austauschsemester, Master-Aufbaustudium, MBA in den USA oder ein komplettes Medizinstudium: Studenten können aus verschiedene Finanzierungsbausteinen eines Auslandsstudiums wählen. Grundsätzlich gibt es zwei Wege: Kredite und Stipendien. Ein Kredit muss zurückgezahlt werden – staatlich geförderte unter bestimmten Bedingungen nur zum Teil. Stipendien bleiben rückzahlungsfrei.

Zwei in Deutschland staatlich institutionalisierte Finanzierungsformen auf Darlehensbasis sind das Auslands-BAföG und der Bildungskredit der Bundesregierung. Beide Förderungen müssen zurückgezahlt werden, das BAföG anteilig, der Bildungskredit komplett.

Auslands-BAföG: Elterneinkommen entscheidet

Ob und in welche Höhe ein Auslands-BAföG erteilt wird, entscheidet das Einkommen der Eltern. Hier gelten höhere Fördergrenzen als beim Inlands-BAföG – ein Antrag kann sich also lohnen. Eine Hälfte des BAföG wird als Staatsdarlehen und die andere als Ausbildungszuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, ausbezahlt. Die Besonderheit beim Auslands-BAföG ist, dass auch Studiengebühren bis zu maximal 4.600 Euro als Zuschuss gewährt werden können, allerdings nur für die Dauer eines Studienjahres. Reisekosten und die Auslandskrankenversicherung laufen als Teilzuschuss.

Außerhalb Europas kann es noch einen monatlichen Auslandszuschlag geben, der sich am Kostenstandard des Studienlandes orientiert. 2016 sind dies, laut BAföG-Amt, für die USA monatlich 57 Euro, für Japan 149 Euro. Innerhalb der EU und bei vielen außereuropäischen Ländern gibt es keinen Aufschlag.

Das Auslands-BAföG wird nicht über die BAföG-Ämter abgewickelt, sondern dezentral über verschiedene Studentenwerke, die bestimmte Länder oder Regionen betreuen. Für Ost- und Südosteuropa ist zum Beispiel das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau zuständig, für Asien und die arabische Welt Tübingen-Hohenheim.

Das Auslands-BAföG wurde ursprünglich für ein bis maximal zweijährige Auslandsaufenthalte konzipiert, kann aber innerhalb der EU heute auch für ein komplettes Auslandsstudium beantragt werden. Studenten können damit das gesamte Bachelor- oder Masterstudium bezugsberechtigt sein.

Ein Auslandssemester oder -jahr und auch ein zweijähriges Masterstudium mit Studiengebühren lässt sich bei BAföG-Bezug recht gut finanzieren – oder zumindest teilfinanzieren. Bei den beliebten medizinischen Auslandsstudiengängen in der EU fallen jedoch hohe jährliche Studiengebühren an. Der Höchstsatz, der durch das BAföG übernommen wird, bleibt auch in diesem Fall bei insgesamt 4.600 Euro und ist bei Gebühren in durchschnittlicher Höhe von 10.000 Euro pro Jahr nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Bildungskredit der Bundesregierung

Anders als das Auslands-BAföG bietet der Bildungskredit der Bundesregierung unabhängig vom Einkommen der Eltern die Chance auf eine finanzielle Unterstützung. Die Kredithöhe liegt zwischen 1.000 und maximal 7.200 Euro verteilt über zwei Jahre. Die Auszahlung ist flexibel wählbar und kann in Monatsraten von 100, 200 oder 300 Euro erfolgen. Auch eine Einmalzahlung bis zu einer Höhe von 3.600 Euro ist möglich. Der effektive Jahreszins für die Rückzahlung liegt aktuell (Stand Dez. 2015) bei 1,03 Prozent.

Den Bildungskredit können auch Auslandsstudierende beantragen, unabhängig davon, ob sie Deutschland für ein Semester, ein Jahr oder ein komplettes Studium verlassen. Wichtig bleibt, dass die Antragsteller „im Ausland an einer einer deutschen Hochschule gleichwertigen Ausbildungsstätte studieren", so das Bundesverwaltungsamt. Zudem müssen die Antragsteller rechtlich gesehen weiterhin „mit Deutschland verbunden" bleiben, also zum Beispiel dort gemeldet sein. Der Lebensmittelpunkt darf sich nicht ausschließlich im Ausland finden.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass das Studium bereits fortgeschritten ist. Das Bundesverwaltungsamt, das die Anträge bearbeitet, spricht von 24 Monaten vor Beendigung des Studiums, für die der Kredit gewährt werden kann. Ausgezahlt wird der Bildungskredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

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