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Public Health Management

An der renommiertesten Medizin-Hochschule Lettlands, der Rīga Stradiņš University, Master of Public Health Management studieren und im September 2017 starten. Bewerbungsfrist April bis Juli: www.rsu.lv/eng

Internationaler Doppelabschluss

Im September 2017 beginnen internationale Bachelorprogamme mit Doppelabschluss in Tourismus oder Business Administration, Studienorte sind Lettland und Schottland, Frankreich oder Spanien, durchgeführt von der Turiba University in Riga: www.turiba.lv/en

Management Master in Ungarn

In 1 Jahr zum Master of Science in Marketing Management, Financial Management, Human Resource Management oder International Business. Die IBS Budapest bietet Masterstudiengänge auch für fachfremde Bachelor-Bewerber. Der Abschluss wird gemeinsam mit der University of Buckingham vergeben. Mehr Information: www.wirtschaftsstudium-in-budapest.de

Medizin im Ausland studieren

Medizinstudium „to go“

Nach wie vor sind Österreich und Ungarn die erste Wahl, wenn Deutsche im Ausland Human- oder Zahnmedizin studieren wollen. Doch andere EU-Länder holen auf und schicken sich an, den etablierten Studienzielen den Rang abzulaufen.

Den deutschen NC umgehen, in einem anderen Land Medizin studieren und nach dem Abschluss die deutsche Approbation erhalten? An den staatlichen medizinischen Fakultäten in Österreich und Ungarn tun das Deutsche schon seit Jahrzehnten. Doch in den letzten fünf Jahren zieht es immer mehr Studenten in andere EU-Länder, vor allem nach Lettland, Tschechien, Polen, Bulgarien, Rumänien oder in die Slowakei.

Bewerbungsverfahren in Österreich und Ungarn

An den österreichischen Unis in Wien, Graz, Innsbruck und Linz findet der Unterricht natürlich auf Deutsch statt, aber auch an den ungarischen Hochschulen in Budapest, Pécz und Szeged ist ein deutschsprachiges Studium möglich – was beide Länder bei deutschen Studenten sehr beliebt macht.

Die österreichischen Fakultäten wählen Bewerber anhand eines Aufnahmetests aus, dem sogenannten MedAt. Im letzten Jahr lagen dafür fast 15.000 Anmeldungen vor – für knapp 1.600 Studienplätze. Zudem hat Österreich auf den Andrang deutscher Medizinstudenten reagiert und vergibt mittlerweile ca. 70 Prozent der Studienplätze an Bewerber mit Matura, dem österreichischen Abschlusszeugnis, und nur 20 bis 25 Prozent an EU-Bürger mit nicht-österreichischem Schulabschluss. Studiengebühren fallen in Österreich nicht an.

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In Ungarn studierten 2016 mehr als 2.500 Deutsche Human- und Zahnmedizin. Führend ist hier seit vielen Jahren die Semmelweiß Universität in Budapest, die regelmäßig zwischen 200 und 250 Studienanfänger aus Deutschland aufnimmt. Sie legt ebenso wie die Universitäten in Pécz und Szeged verschiedene Kriterien für eine Zulassung zum Medizinstudium an: Abiturschnitt sowie Belegung und Noten der naturwissenschaftlichen Fächer und Mathematik werden hoch gewichtet. Alle ungarischen Universitäten erheben ab dem akademischen Jahr 2017/18 pro Studienjahr 14.400 Euro an Gebühren.

Riga im Aufschwung: Studieren in Lettlands Hauptstadt

Hochschulen in Lettland, Tschechien und der Slowakei bieten seit Anfang der 1990er-Jahre englischsprachige Medizinstudiengänge an. Doch erst mit dem Beitritt dieser Länder zur EU 2004 und mit dem damit verbundenen Recht auf freie Berufsausübung in anderen Mitgliedsländern wurden die Studienprogramme für Deutsche interessant. An der Rīga Stradiņš University sind fast 900 Deutsche in Human oder Zahnmedizin eingeschrieben (Stand: Februar 2017).

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Folgt man den Zulassungs- und Bewerberzahlen für die internationalen Medizinstudiengänge der vergangenen drei Jahre, wird die Hochschule in der lettischen Hauptstadt bald die renommierte Semmelweiß Universität in Budapest überholt haben. Für das Zulassungsverfahren spielen die Oberstufennoten in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik ebenso eine Rolle wie die eingereichten Motivations und Empfehlungsschreiben. Die lettische Regierung hat den Ausbau und die Modernisierung der Hochschule in Riga in den vergangenen Jahren massiv vorangetrieben. Das Ergebnis ist ein komplett renoviertes Universitätsgebäude mit neuer Bibliothek sowie Trainings- und Simulationszentren.

Neben den exzellenten Ausbildungseinrichtungen für Zahnmediziner steht Studenten das 2013 eröffnete Medical Education Technology Centre, ein High-Tech-Simulationskrankenhaus, zur Verfügung. Das Humanmedizin-Programm in Riga kostet 12.000 Euro pro Studienjahr.

Tschechien und Slowakei

In der altehrwürdigen Karls-Universität von Prag sind vier medizinische Fakultäten organisiert. Die Fakultäten 1 bis 3 liegen in der tschechischen Hauptstadt selbst, die vierte Fakultät findet sich in Hradec Králóve, zu Deutsch Königgrätz, knapp 100 Kilometer und eine Stunde Fahrtzeit entfernt.

Medizinische Fakultät Hradec Kralove /Königgrätz

Die Fakultäten in Prag verzeichnen extrem hohe Bewerberzahlen aus aller Welt, sodass es einfacher erscheint, die Aufnahmetests in Königgrätz zu meistern.Doch auch dort nahmen 2016 immerhin 600 Teilnehmer an den Aufnahmetests teil, um einen der 105 Plätze im englischsprachigen Humanmedizinstudiengang zu ergattern. Bei den tschechischen Unis entscheidet allein der Aufnahmetest darüber, ob der Student zum Medizinstudium zugelassen wird – das Abiturzeugnis spielt keine Rolle. Eine gute Nachricht für alle, die am NC verzweifeln. Allerdings sind die Aufnahmetests, in denen neben Chemie und Biologie auch Mathe oder Physik als Pflichtbestandteile enthalten sind, anspruchsvoll: Die Hochschulen nennen zwar Themenkomplexe, aber der Inhalt des Tests bleibt bis zum Schluss unbekannt. Die Gebühren der Prager Fakultäten liegen mit ca. 13.000 Euro pro Studienjahr über denen in Königgrätz mit ca. 11.200 Euro.

In der Slowakei können internationale Studenten an den Universitäten in Bratislava, Košice und Martin auf Englisch Medizin studieren. Wie in Tschechien entscheidet auch hier ausschließlich der Aufnahmetest über den Zugang zum Studiengang. Allerdings ist es in der Slowakei einfacher, sich darauf vorzubereiten. Bewerber um einen Studienplatz können mithilfe eines Kompendiums mit insgesamt je 1.000 Multiple-Choice-Fragen zu den Themen Chemie und Biologie gezielt lernen. Die Studiengebühren sind in der Slowakei mit 9.500 Euro in Bratislava, 9.900 Euro in Martin und 10.500 Euro in Košice etwas niedriger als in Tschechien.

Die Newcomer

Seit etwa 2012 studiert eine nennenswerte Zahl Deutscher in Polen, Bulgarien und Rumänien Medizin. Die Bewerbungsverfahren variieren stark von Hochschule zu Hochschule. Die bulgarische Hochschule in Varna fordert zum Beispiel einen Aufnahmetest, bei anderen reicht es aus, die geforderten Unterlagen fristgerecht einzureichen. Noch ist hier der Wettbewerb relativ gering. Es bleibt abzuwarten, welche Universitäten sich auf Dauer durch eine hohe Qualität der Lehre und gezielte Investitionen in Infrastruktur und Personal behaupten können: Varna oder Sofia in Bulgarien? Cluj-Napoca in Rumänien? Stettin in Polen? Für Bewerber, die sich für diese Newcomer unter den Medizinischen Hochschulen interessieren, ist es daher besonders wichtig, alle relevanten Informationen zum Studienverlauf zu sammeln und mit Studenten vor Ort Kontakt aufzunehmen. Auch wenn die Aussicht auf einen Medizinstudienplatz verlockend erscheint: Überstürzen sollte diese Entscheidung niemand. ks

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