Das Magazin von Finde Academic

News

Info-Veranstaltung: Medizin international studieren

Info-Tage zum "Auslandsstudium Medizin" finden regelmäßig in der Klinik Eilbek, Lehrkrankenhaus der Uni Hamburg, statt. Der nächste Termin ist der 25. November 2017 von 12 bis 15 Uhr. Veranstalter ist die Studienagentur Finde Academic. Mehr Infos hier 

Public Health Management

An der renommiertesten Medizin-Hochschule Lettlands, der Rīga Stradiņš University, Master of Public Health Management studieren und im September 2017 starten. Bewerbungsfrist April bis Juli: www.rsu.lv/eng

Internationaler Doppelabschluss

Im September 2017 beginnen internationale Bachelorprogamme mit Doppelabschluss in Tourismus oder Business Administration, Studienorte sind Lettland und Schottland, Frankreich oder Spanien, durchgeführt von der Turiba University in Riga: www.turiba.lv/en

Management Master in Ungarn

In 1 Jahr zum Master of Science in Marketing Management, Financial Management, Human Resource Management oder International Business. Die IBS Budapest bietet Masterstudiengänge auch für fachfremde Bachelor-Bewerber. Der Abschluss wird gemeinsam mit der University of Buckingham vergeben. Mehr Information: www.wirtschaftsstudium-in-budapest.de

 

Tiermedizin im Ausland studieren - Warschau

Vom Hörsaal in die Tierklinik

Ca. 250 internationale Studenten studieren an der Warsaw University of Life Sciences (WULS) Tiermedizin in englischer Sprache. Ihr Vorteil: gute Bedingungen an der Universität und ein abwechslungsreiches Studentenleben.

Tiermedizin-WarschauDie meisten Teilnehmer am internationalen Studiengang kommen aus Schweden und Norwegen. Nathalie Carlsson aus der Nähe von Jönköping in Südschweden hat es zum Tiermedizinstudium in die polnische Hauptstadt verschlagen. Mittlerweile im vierten Studienjahr drückt sie dort mit vielen Landsleuten die Hochschulbank: Immerhin 15 der 45 Studenten in Nathalies Studienjahr sind Schweden. Hinzu kommen knapp zehn Norweger, die im gesamten Programm studieren. „In Schweden gibt es nur eine tiermedizinische Fakultät und der Wettbewerb um Studienplätze ist extrem hoch“, sagt Nathalie. „Viele gehen dann direkt für ein komplettes Studium ins Ausland.“

Ein Vorteil für die Studenten aus Nordeuropa sind die starken Fremdsprachenkenntnisse. Der Gang ins europäische Ausland, nach Großbritannien oder in die USA ist Bestandteil vieler Biografien gut ausgebildeter Akademiker. Auch für Nathalie war der Wechsel nach Polen keine allzu große Herausforderung. Schon während der Schulzeit sei sie in Schweden in ein Internat gezogen, berichtet sie. Und der Start in Warschau sei vom Gefühl her kaum anders gewesen: mit einem direkt vermittelten Wohnheimplatz in Campusnähe, interkulturellen Orientierungskursen und verpflichtendem Polnisch-Untericht.

Abwechslung garantiert

Deutsche Kommilitonen hat Nathalie bis heute nicht getroffen – weder in ihrem noch in anderen Studienjahren. „Vergangenes Jahr hatten wir eine deutsche Erasmusstudentin bei uns. Die war ganz begeistert vom Umgang zwischen Studenten und Professoren und empfand die Uni-Atmosphäre als weniger formell und hierarchisch als in Deutschland.“

Warschau ist von überall in Europa aus leicht erreichbar. Ein Flug nach Schweden beispielsweise dauert etwas weniger als zwei Stunden. Und Kontakt zu Familie und Freunden hält Nathalie ohnehin per Facebook, WhatsApp und Skype. „Vielleicht sogar intensiver, als wenn ich in einer anderen schwedischen Stadt leben würde“, fügt sie hinzu.

Nach der Anfangszeit im Studentenwohnheim ging Nathalie mit einer ebenfalls schwedischen Studienkollegin auf Wohnungssuche. Über einen von der Universität empfohlenen Makler wurden die beiden schnell fündig. Ihre Studenten-WG liegt nicht einmal sieben Minuten zu Fuß vom Hauptgebäude der Uni entfernt. Das Wohnheim ist mit knapp zehn Minuten Fußmarsch kaum weiter weg, doch die beiden jungen Frauen wollten nach der Zeit des Ankommens etwas mehr Raum für sich selbst haben. Die internationale Studentengemeinde der WULS ist sehr lebendig, die allermeisten Studenten genießen das Leben in einer der großen europäischen Metropolen. „Als internationale Gruppe unternehmen wir viel zusammen. Und Warschau ist eine tolle Stadt. Hier leben ja fast zwei Millionen Menschen, aber das Alltagsleben empfinde ich eher als ruhig und entspannt.“ Eine Großstadt wie Warschau hat gerade für Studenten sein Gutes. Es gibt viele Möglichkeiten auszugehen und eine endlose Zahl Cafés, Bars und Clubs.

Direkte Anwendung der Theorie

Im Studium legt die Universität besonderen Wert auf die Verbindung von Theorie und Praxis. Bereits im ersten Studienjahr belegen die Studenten praktische Anatomie-Seminare, die von theoretischen Veranstaltungen begleitet werden. „Schon ab dem dritten Jahr liegt der Fokus auf tiermedizinischer Diagnose. Im vierten Jahr arbeiten wir mit Rindern, Schafen, Ziegen und Pferden. Und im letzten Studienjahr widmen wir uns den Kleintieren“, berichtet Nathalie. Methodisch wichtig ist in der tiermedizinischen Ausbildung in Polen aber immer die direkte Anwendung der Theorie in der Praxis. Ein Aspekt, den die schwedische Studentin besonders zu schätzen weiß.

Ins Studium fest integriert sind Praktika in Betrieben der Tierhaltung und in einem Schlachthaus. Außerhalb Warschaus betreibt die Universität zu Lehrzwecken eine eigene Molkerei. Wenn dort Lehrveranstaltungen stattfinden, fahren die Studenten mit universitätseigenen Bussen hin und wieder zurück zum Campus. Im letzten Studienjahr hospitieren die angehenden Veterinäre dann in verschiedenen Tierkliniken. Die Warsaw University of Life Science bietet für die internationalen Studenten eine perfekte Organisation. Fast wie in einem schwedischen Internat eben.

Studenten in Anderswo

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