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Public Health Management

An der renommiertesten Medizin-Hochschule Lettlands, der Rīga Stradiņš University, Master of Public Health Management studieren und im September 2017 starten. Bewerbungsfrist April bis Juli: www.rsu.lv/eng

Internationaler Doppelabschluss

Im September 2017 beginnen internationale Bachelorprogamme mit Doppelabschluss in Tourismus oder Business Administration, Studienorte sind Lettland und Schottland, Frankreich oder Spanien, durchgeführt von der Turiba University in Riga: www.turiba.lv/en

Management Master in Ungarn

In 1 Jahr zum Master of Science in Marketing Management, Financial Management, Human Resource Management oder International Business. Die IBS Budapest bietet Masterstudiengänge auch für fachfremde Bachelor-Bewerber. Der Abschluss wird gemeinsam mit der University of Buckingham vergeben. Mehr Information: www.wirtschaftsstudium-in-budapest.de

Aus erster Hand

Einwanderer in Argentinien

Seien wir mal ehrlich: geht es um Einwanderer machen viele Deutsche einen Unterschied. Wer aus Großbritannien kommt, Australien oder den USA, dem wird oft anders begegnet als Menschen aus Marokko, Äthiopien oder der Türkei. Das ist moralisch verwerflich und doch täglich Realität.

Argentinien-Einwanderer

Deutschland ist hier keine Ausnahme. Als ich vor zwei Jahren zum Studieren nach Buenos Aires ging, habe ich mich mit Argentinien als Einwanderungsland wenig beschäftigt. Dass dort aber ähnliche Tendenzen bestehen, dass es auch in Argentinien zwei Klassen von Einwanderern gibt, wurde mir schnell klar.

Es ist in Deutschland wie in Argentinien ein gesellschaftliches Phänomen. Das Gesetz macht keine Unterschiede. Einwanderer mit heller Haut, europäischen Gesichtszügen und helleren Haaren werden anders behandelt als jene mit indigenen Gesichtszügen, dunkler Haut und fast schwarzem Haar. Wer aus Europa kommt, ist gern gesehen, so wie überhaupt alles Europäische hoch gehalten wird. Zuwanderer aus den USA ernten hin und wieder einen skeptischen Blick. Das hängt damit zusammen, dass die Vereinigten Staaten Lateinamerika und somit auch Argentinien, lange als ihren „Hinterhof“ betrachtet haben. Heutzutage ist das so ziemlich jedem Argentinier ein Dorn im Auge, weshalb gegen US-Amerikaner immer wieder gestichelt wird. Trotzdem gehören sie in dieselbe Kategorie wie Europäer: Einwanderer erster Klasse.

Zur zweiten Klasse gehören all die Peruaner, Paraguayer und Bolivianer, die nach Argentinien kommen. Vor allem nach Buenos Aires, weil sie hoffen, dort Arbeit zu finden. „Boliviano“ etwa, Bolivianer also, ist unter argentinischen Fußballfans ein Schimpfwort. Dass Unterschiede gemacht werden, erlebte ich am einprägsamsten auf einer Rückreise von Bolivien nach Argentinien im Bus. Der war voller Bolivianer – und ich war mittendrin. „Dieses Mädchen ist nicht aus Bolivien“, sagte ein Argentinier zu mir als wir an einer Raststätte im Norden des Landes anhielten. „Wie ist es, mit den Bolivianern zu reisen?“ Sein Tonfall war abfällig, er sah mich halb mitleidig an, als sei es eine Tortur, mit Bolivianern im Bus zu sitzen. Nach dieser Begegnung fragte ich mich, ob dieser Argentinier sich schon jemals wirklich mit einem Bolivianer unterhalten hatte, bevor er sein Urteil über eine ganze Bevölkerung gefällt hatte.

Sei es Argentinien, Deutschland, welches Land auch immer – dass Menschen allein aufgrund ihrer Herkunft so unterschiedlich behandelt werden, habe ich während meines Aufenthalts in Buenos Aires aber auch während vieler Reisen immer wieder erlebt. Begriffen habe ich es nie.

Von Maria Wölfle

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