Das Magazin von Finde Academic

News

Info-Veranstaltung: Medizin international studieren

Info-Tage zum "Auslandsstudium Medizin" finden regelmäßig in der Klinik Eilbek, Lehrkrankenhaus der Uni Hamburg, statt. Der nächste Termin ist der 25. November 2017 von 12 bis 15 Uhr. Veranstalter ist die Studienagentur Finde Academic. Mehr Infos hier 

Public Health Management

An der renommiertesten Medizin-Hochschule Lettlands, der Rīga Stradiņš University, Master of Public Health Management studieren und im September 2017 starten. Bewerbungsfrist April bis Juli: www.rsu.lv/eng

Internationaler Doppelabschluss

Im September 2017 beginnen internationale Bachelorprogamme mit Doppelabschluss in Tourismus oder Business Administration, Studienorte sind Lettland und Schottland, Frankreich oder Spanien, durchgeführt von der Turiba University in Riga: www.turiba.lv/en

Management Master in Ungarn

In 1 Jahr zum Master of Science in Marketing Management, Financial Management, Human Resource Management oder International Business. Die IBS Budapest bietet Masterstudiengänge auch für fachfremde Bachelor-Bewerber. Der Abschluss wird gemeinsam mit der University of Buckingham vergeben. Mehr Information: www.wirtschaftsstudium-in-budapest.de

Internationales Master-Programm in Filmwissenschaften

Quer durch Europas Filmgeschichte

Einmal Frankfurt – Paris – Amsterdam und zurück! Nils Peiler studierte im „International Master Film and Audiovisual Media”. Von der Goethe-Universität Frankfurt aus belegte er jeweils ein Semester in Paris und Amsterdam. Danach kehrte er zurück an den Main, um dort seine Master-Arbeit zu schreiben.

Filmwissenschaft-Nils-Peiler

Ganz schön abwechslungsreich! Und anstrengend: „In zwei Jahren bin ich viermal umgezogen und musste mir dabei auch eine Bleibe in Amsterdam und Paris besorgen. Da lernt man, sich gut zu organisieren“, berichtet Nils Peiler von seinem europäischen Master- Studium. Nachdem er im Auswahlverfahren angenommen wurde, konnte der damals 23-Jährige sich auf Partneruniversitäten bewerben, darunter Mailand, London und Barcelona. Es wurden seine Favoriten: Paris und Amsterdam!

Städte mit langer Filmtradition

„Das war schon fantastisch, in diesen Städten Filmwissenschaften zu studieren. Paris mit seiner langen Tradition und den vielen Archiven, Museen und Institutionen zur Geschichte des Films. In Amsterdam wurde zu dieser Zeit das neue Filmmuseum Eye eröffnet und es gab einige Veranstaltungen gemeinsam mit der Universität“, erzählt Nils, der seinen Bachelor in Germanistik und Bildwissenschaften gemacht hatte. „Und Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet natürlich, das über viele Institutionen und Organisationen verfügt. Angefangen bei der FSK über das Deutsche Filminstitut, die Murnau-Stiftung, die großen Verleiher bis hin zur Filmproduktion ist hier alles vertreten.“

Drei Semester in einem Jahr

Die verschiedenen Zeitpläne und Strukturen der Unis bedeuteten für Nils eine intensive Zeit: Innerhalb eines Jahres absolvierte er drei Semester mit eingem Studienplan. „Bis Februar dauerte mein Wintersemester in Frankfurt, aber Ende Januar fing mein Sommersemester in Paris schon an. Bis Mai war ich dort, im August ging es mit dem Wintersemester in Amsterdam weiter.“ Die Studenten des Programms müssen in den ersten zwei Semestern jeweils fünf Module (zu je 5 ECTS) belegen, im dritten dann drei Module. Gleichzeitig steht noch die Master-Arbeit an. „Die Koordination des Studiengangs war aber an allen Unis gesichert“, beteuert Nils.

Stark profitiert

„Die wissenschaftliche Arbeit und das Studium waren das eine, von dem ich stark profitiert habe. Das Zwischen- menschliche, die internationalen Kontakte und auch das persönliche Wachstum, waren das zweite – vielleicht sogar stärkere – Element.“ Belgier, Franzosen, Spanier, Holländer, Italiener – in seinem Studium arbeitete Nils mit Menschen aus aller Welt zusammen. „Gelebte europäische Idee“ nennt er diese Erfahrung. „Wir tragen so viele Vorurteile mit uns, was andere Länder angeht. Durch die gemeinsame wissenschaftliche Arbeit kommt man über ein Thema zusammen und erkennt, wie falsch diese Stereotype sind.“

Internationales Netzwerk aufbauen

Daraus entstehen nicht nur zwischenmenschliche Kontakte, auch ein berufliches internationales Netzwerk entwickelt sich. Davon profitieren angehende Doktoranden an den Hochschulen ebenso wie Absolventen, die in die Wirtschaft wechseln. „Jobangebote, Stipendien, Projektfinanzierung oder Ähnliches: Für unsere Generation Uni-Absolventen sind viele Kontakte auf europäischer Ebene der Schlüssel für ein erfolgreiches Weiterkommen“, sagt Nils.

Uni-Atmosphäre und Lehrstile

Als Bereicherung empfindet der heute 27-Jährige auch den Blick auf die Lehre, wie sie in anderen Ländern praktiziert wird. „In Paris gab es vor allem die klassische Lehre mit Frontalunterricht und Raum für Fragen am Ende des Vortrags. In Amsterdam waren die Lehrmethoden kreativer. So haben wir einmal als Prüfungsaufgabe ein Buch in einen Video-Essay verwandelt. Das war ganz anders als die deutsche Form, die sich ja meist an Hausarbeiten, Referaten und Klausuren orientiert.“ Diese Erfahrungen als Studierender sind für Nils jetzt, da er selbst mit Lehraufträgen an den Universitäten in Saarbrücken, Heidelberg und Frankfurt in die Rolle des Dozenten wechselt, wichtig.

Finanzierung durch Stipendium

Durch den engen Terminplan ist es Studenten des Dreiländerstudiums meist nicht möglich, zu jobben und so einen Teil der Kosten, die ein solches Studium in verschiedenen Ländern mit sich bringt, selbst zu tragen. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten externer Finanzierung. Parteinahe Stiftungen helfen nicht selten aus – gerade bei international ausgerichteten Studiengängen lohnt sich ein Antrag für ein Stipendium fast immer. Nils konnte auf die Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung bauen. Aber er hätte auch ohne diesen Zuschuss versucht, diese vier Semester zu finanzieren. Denn eins ist für ihn klar: „Die Zeit des Master-Studiums war für mich die intensivste und erfahrungsreichste Zeit. Die möchte ich nicht missen.“

Studenten in Anderswo

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