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Public Health Management

An der renommiertesten Medizin-Hochschule Lettlands, der Rīga Stradiņš University, Master of Public Health Management studieren und im September 2017 starten. Bewerbungsfrist April bis Juli: www.rsu.lv/eng

Internationaler Doppelabschluss

Im September 2017 beginnen internationale Bachelorprogamme mit Doppelabschluss in Tourismus oder Business Administration, Studienorte sind Lettland und Schottland, Frankreich oder Spanien, durchgeführt von der Turiba University in Riga: www.turiba.lv/en

Management Master in Ungarn

In 1 Jahr zum Master of Science in Marketing Management, Financial Management, Human Resource Management oder International Business. Die IBS Budapest bietet Masterstudiengänge auch für fachfremde Bachelor-Bewerber. Der Abschluss wird gemeinsam mit der University of Buckingham vergeben. Mehr Information: www.wirtschaftsstudium-in-budapest.de

 

Tiermedizin im Ausland studieren

Dem Gaul ins Maul geschaut

Wer in Deutschland Tiermedizin studieren will steht vor hohen Zulassungshürden. Immer mehr Studenten entscheiden sich daher für einen englischsprachigen Studiengang im europäischen Ausland. Und das ist weit mehr als eine Notlösung! In Lettland, Polen, oder Tschechien warten moderne Universitäten, perfekte Studienbedingungen und eine internationale Studentenschaft auf die angehenden Tierärzte.

tiermedizinausland

Das nennt man wohl ein repräsentatives Universitätsgebäude! Die Lettische Landwirtschaftshochschule (LLU) in Jelgava ist immerhin im größten Barockschloss des Baltikums untergebracht. Durch die langen Gänge des Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert laufen täglich Studenten aus Finnland, England, Polen und anderen europäischen Ländern, auch einige Deutsche sind dabei. Denn hier, knapp 50 Kilometer von der Hauptstadt Riga entfernt, wird seit Neuestem ein internationales Tiermedizinstudium in englischer Sprache angeboten.
Die 20-jährige Corinne Rinck aus Mainz hat ihr Studium an der LLU gerade begonnen. „Kein Abitur mit einer Eins vor dem Komma und kein Glück über Losverfahren oder Warteliste", erzählt sie eine Geschichte, die wohl vielen bekannt vorkommt. Tiermedizinstudienplätze an deutschen Universitäten sind rar. 4401 Bewerber kamen 2015/2016 auf gerade einmal 1065 Plätze, so die staatliche Vermittlungsstelle „Hochschulstart". Der NC lag fast überall zwischen 1,1 und 1,5. Immer mehr deutsche Studenten folgen daher dem Beispiel der Human- und Zahnmediziner und wandern ins europäische Ausland ab.

Jelgava in Lettland: Fast familiäre Verhältnisse

Für Corinne stand ihr Wunschstudium Tiermedizin schon vor dem Abitur fest. Also schaute sie sich in Europa um und stieß auf den internationalen Studiengang an der LLU. Nach Bewerbung und bestandenem Aufnahmetest ging es los. „Eine bessere, individuellere Betreuung kann ich mir an einer Hochschule nicht vorstellen. Das hat natürlich auch mit unserer Gruppengröße zu tun", berichtet Corinne. Gerade einmal sieben Studenten sind im englischsprachigen Programm Tiermedizin in Jelgava im ersten Semester eingeschrieben.
„Wir haben ein enges Prüfungssystem, in dem zweiwöchentlich, manchmal auch wöchentlich, geprüft wird. In Physik kommt es zum Beispiel vor, dass jeder Student einen individuellen Test mit eigenen Fragen bekommt." Im Hauptgebäude der Universität finden vor allem die theoretischen Veranstaltungen statt. Weitere Seminarräume und die Tierklinik, an der die praktische Ausbildung stattfindet, sind an anderen Standorten untergebracht. „Jelgava ist eine Kleinstadt, aber die Studentengemeinde rückt deswegen noch enger zusammen", erzählt die Studentin.

Das Beschauliche der Stadt und die viele Natur drumherum muss man mögen. Oder aber viel fahren. „Einige Studenten wohnen in Riga und pendeln nach Jelgava", erzählt Agris Dobrovoļskis, Koordinator für die internationalen Studiengänge der LLU. „Auch das ist eine Möglichkeit, wenn man das Studium in einer ländlichen Kleinstadt mit dem Studentenleben einer Großstadt verbinden möchte." Corinne hat sich für das Studentenwohnheim in Jelgava selbst entschieden. Nach der Anmeldung hatte sie dort sofort ein Zimmer sicher. Zwei Dinge haben sie besonders überrascht: „Zuerst, wie neu hier alles ist, gerade die Ausstattung an der Tierklinik. Und dass die Teilnahme am Sportkurs verpflichtend ist." Corinne belegt den Schwimmkurs der Universität und sammelt dabei Credits für ihr Studium – für ein deutsches Tiermedizin-Curriculum eher ungewöhnlich. Mehr dazu auf: http://medizinstudium-in-riga.de/tiermedizin.html

Im tschechischen Brünn

Der internationale Studiengang an der einzigen tiermedizinischen Fakultät Lettlands geht gerade offiziell ins zweite Jahr. Im Gegensatz dazu ist die University of Veterinary and Pharmaceutical Sciences (UVPS) im tschechischen Brünn schon fast „ein alter Hase". Seit 2004 gibt es hier einen internationalen Studiengang in Tiermedizin. Knapp 180 Studenten, darunter viele aus Norwegen und Schweden, aber auch aus zahlreichen anderen Nationen, sind eingeschrieben. Die Universität kann angesichts hoher Bewerberzahlen gezielt Studenten auswählen und den multinationalen Charakter des Studiengangs fördern. Mehr als 36 Bewerber werden allerdings pro Studienbeginn nicht angenommen.
Das malerische Brünn, auch „kleines Prag" genannt, bietet ein Studium der kurzen Wege. Die Fachbereiche und klinischen Gebäude versammeln sich auf einem zentralen Campus mit Tierklinik und Reithalle inklusive pferdemedizinischer Station, mit moderner Bibliothek und Verwaltungsgebäuden, mit weiteren Labors und Forschungseinrichtungen– dazwischen stehen den Studenten große parkähnliche Freiflächen zur Verfügung. Auch die Stadt selbst hat viel zu bieten: eine große Zahl Bars, Clubs und Restaurants, historische Bauten, unterirdische Gänge, Höhlen und Schluchten in der Umgebung sorgen in Tschechiens zweitgrößter Stadt für willkommene Abwechslung neben dem Studium. Mehr dazu auf: http://tiermedizin-international-studieren.de/

Anstrengend, aber ungemein spannend: Studieren in Warschau

Wem auch Brünn noch zu klein ist, sollte sich einmal die Warsaw University of Life Sciences (WULS) ansehen. Die polnische Hauptstadt gehört zu den aufregendsten Städten Europas überhaupt und das studentische Leben ist so vielfältig wie die Metropole selbst. Hier ist man mittendrin einer echten europäischen Kulturhochburg. Das ist spannend, kann aber auch ganz schön anstrengend sein. In Warschau absolvieren derzeit annähernd 250 Studenten den englischsprachigen Tiermedizin-Studiengang. Die WULS hat ihn 2007/2008 ins Leben gerufen und arbeitet seitdem an einer engen internationalen Vernetzung. So sind im Rahmen des Euroleague Life Science Netzwerks Kooperationen mit der Universität Kopenhagen, der Universität Hohenheim und der University of Life Sciences, Wien, entstanden. Mehr dazu auf: http://tiermedizin-international-studieren.de/

Und was soll das alles kosten?

Bevor aber das Abenteuer „Internationaler Studiengang" startet, gilt es, Informationen zu sammeln. Am wichtigsten: die Anerkennung. Absolventen mit einem internationalen Abschluss „Doctor of Veterinary Medicine" aus einem anderen EU-Mitgliedsland erhalten nach einer Gleichwertigkeitsprüfung die Approbation und sind dann ohne Einschränkung berechtigt, in Deutschland zu praktizieren. Am zweitwichtigsten sind meist die Studiengebühren, die an den renommierten Universitäten von Brünn und Warschau bei 7.600 Euro pro Studienjahr liegen. Im lettischen Jelgava fallen sie mit 5.500 Euro pro Jahr deutlich niedriger aus. In Warschau sind die Mieten verglichen mit Brünn oder Jelgava vergleichsweise hoch, aber immer noch deutlich niedriger als in Deutschland. Mindestens 500 bis 700 Euro sollte man pro Monat allerdings in allen drei Städten kalkulieren, so der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD).
Neben dem Klassiker, dem Tiermedizin-Studium in Ungarn, haben sich also in den vergangenen Jahren attraktive Alternativen entwickelt. Warschau, Brünn und Jelgava sind nur drei Beispiele von vielen; auch in der Slowakei, in Litauen und an anderen polnischen Universitäten werden Veterinäre ausgebildet. Und den Blick über den Tellerrand, den gibt es überall gratis dazu. 

 

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